Handelshof Leipzig Stadtbau Reichsstraße 1-9

Hôtel de Pologne

Hainstraße 16/18, Leipzig – Zentrum

Italienische Eleganz trifft üppigen Neobarock: Das stadthistorisch namhafte "Hôtel de Pologne“ befindet sich in der zentral gelegenen Hainstraße. Diese führt vom Richard-Wagner-Platz am Brühl zum beliebten und stark frequentierten Marktplatz. Die ÖNVP-Haltestellen Goerdelerring und die S-Bahn-Station "Markt" sind in zwei Minuten zu erreichen, der Hauptbahnhof fußläufig fünf Minuten entfernt.

 

Das Gebäude fällt auf den ersten Blick mit seiner klassischen Eleganz auf. Die Außenfassade versprüht den Flair florentinischer Renaissance. Es ist eines der wenigen vom königlich-sächsischen Baurat Arwed Rossbach umgestalteten und erhalten gebliebenen Bauwerke in Leipzig. Der seinerzeit bedeutende Architekt prägte das Stadtbild um 1900 mit Gebäuden wie der Universitätsbibliothek Albertina oder der Deutschen Bank. Im Inneren offenbaren sich zwei unerwartet prunkvolle Festsäle. Diese gehörten bereits zum Vorgängerbau von 1847, das im Auftrag des Unternehmers August Pusch errichtet worden war. Rossbach integrierte diese prachtvollen Säle in seine Umbauentwürfe. Riesige Kronleuchter, farbenprächtige Wände mit detailreichen floralen Malereien, Putten und aufwendige Stuckverzierungen bildeten bereits vor 150 Jahren einen faszinierenden Rahmen für festliche Anlässe. Die hohen Fenster nach Süden sorgen für viel Licht.

 

Mit fünf Etagen, 13 Fensterachsen und 130 Zimmern war das "Hôtel de Pologne" das größte Leipziger Hotel des 19. Jahrhunderts. Bis heute führt eine imposante Marmor-Freitreppe mit kunstgeschmiedetem Handlauf vom Erd- bis in das vierte Obergeschoss. Im ersten Obergeschoss gelangt man in die pompösen neobarocken Fest- und Speisesäle. Diese erstrecken sich über mehrals zwei Etagen und bieten mehreren Hundert Gästen Platz. Die Hainstraße 16/18 wurde bis 1917 als vornehmes Hotel geführt. Später war sie das Österreichische Messehaus und zuletzt Sitz des Leipziger Messeamtes. Die Säle boten weiterhin für Veranstaltungen den passenden Rahmen.

 

Das Hôtel de Pologne ist heute durch eine dreiteilige Nutzung gekennzeichnet. Im Erdgeschoss entstanden nach der umfassenden Sanierung Einzelhandelsflächen sowie ein Café. Die oberen Geschosse werden als Büro und Tagungszentrum genutzt. Die Ballsäle stehen dem breiten Publikum als Veranstaltungsräume für unterschiedliche Anlässe zur Verfügung.

Baujahr:

1847/Umgestaltung durch Rossbach in den 1890er Jahren


Gebäude:

1


Nutzfläche (netto):

8.700 qm


Nutzung:

Büro, Einzelhandel, Event- und Tagungsräume


Maßnahme:

Im Zuge der denkmalschutzgerechten Sanierung wurden historische Elemente wie die einzigartige Putzfassade, die Marmor-Freitreppe und die neobarocken Säle originalgetreu restauriert. Der große Innenhof erhielt ein Glasdach.


Status:

abgeschlossen



Besonderheit:

 Für die vorbildliche Sanierung und Restaurierung des ehemaligen "Hôtel de Pologne" - insbesondere der neobarocken Festsäle - wurde die Leipziger Stadtbau AG im Jahre 2014 mit einer Anerkennung im Rahmen des Hieronymus-Lotter-Preis für Denkmalpflege 2014 geehrt.

 

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